
Ohren
Hören Sie schlechter, haben einen Druck im Ohr, ein Piepen oder Rauschen oder es tut einfach weh?
Manchmal sind das schleichende Vorgänge, oft kommt es ganz unerwartet – und Sie fragen sich: Geht das von alleine wieder weg oder sollte ich besser nachschauen lassen?
Auf dieser Seite erfahren Sie, welche Untersuchungen bei Ohrproblemen möglich sind und welche Behandlungen in unserer Praxis infrage kommen.
Was leisten unsere Ohren?
Das Ohr leistet jeden Tag Erstaunliches: Es sorgt nicht nur dafür, dass wir hören können, sondern hilft uns auch dabei, das Gleichgewicht zu halten.
Damit das alles funktioniert arbeitet das System aus Außen-, Mittel-, und Innenohr fein aufeinander abgestimmt.
Diese Bereiche nehmen Geräusche auf, verstärken sie und leiten die Informationen als Signale an das Gehirn weiter.

Kann Schwerhörigkeit schleichend entstehen?
Ja, häufig. Viele Betroffene merken das zuerst beim Fernsehen oder bei Gesprächen mit mehreren beteiligten Personen.

Warum höre ich plötzlich schlechter?
Das kann viele Gründe haben – von Ohrenschmalz oder einem Paukenerguss bis zu einem Hörsturz. Eine zeitnahe Abklärung ist sinnvoll.
Wie finden wir die Ursache für Ihre Ohrprobleme?
Um Beschwerden am Ohr gut einordnen zu können, nutzen wir verschiedene Untersuchungen. Dazu gehören zum Beispiel der Blick in den Gehörgang und auf das Trommelfell (Otoskopie), Hörtests und – wenn es medizinisch sinnvoll ist – auch bildgebende Untersuchungen.
Viele dieser Untersuchungen sind schmerzfrei und dauern nur wenige Minuten. Was bei Ihnen notwendig ist, entscheiden wir nach Gespräch und Befund.
Häufige Gründe für Ohrbeschwerden sind Entzündungen im Gehörgang oder Mittelohr, eine Schwerhörigkeit, ein plötzlicher Hörverlust (Hörsturz), Ohrgeräusche (Tinnitus) oder Probleme mit dem Gleichgewicht.
Diese Untersuchungen führen wir durch:
- Ohrmikroskopie
- Hörtests (Ton- und Sprachaudiometrie)
- Messung des Mittelohrdruckes und der Mittelohrreflexe (Tympanometrie und Stapediusreflexbestimmung)
- Messung der Vitalität der äußeren Haarzellen des Innenohres (Otoakustische Emissionen)
- Tinnitusbestimmung und -analyse
- Abstrichentnahme und Erregerbestimmung bei hartnäckigen Gehörgangsentzündungen

Damit Ihre Ohren noch lange gut hören
Je nachdem, was die Ursache für Ihre Beschwerden ist, gibt es unterschiedliche Behandlungsmöglichkeiten. Oft helfen lokale oder systemische Medikamente. Bei Bedarf können auch Hörhilfen unterstützen. Wenn es medizinisch sinnvoll ist, kommen auch operative Verfahren infrage.
Therapiemöglichkeiten:
- Reinigung/Spülung der Gehörgänge
- Lokale oder systemische Behandlung von Entzündungen der Ohrmuschel, des Gehörganges und des Mittel- oder Innenohres
- Behandlung von Schwerhörigkeit, Hörsturz und Tinnitus
- Behandlung von Paukenergüssen bei Kindern und Erwachsenen
- Paukenröhrcheneinlage in örtlicher Betäubung bei erwachsenen Patienten
- Verordnung und Nachkontrolle von Hörgeräten und Tinnitusnoisern/-maskern
- Nachsorge von operierten Ohren
FAQ zu Ohren
Ist ein Hörsturz ein Notfall?
Es ist kein „klassischer“ Notfall wie ein Herzinfarkt, aber eine Abklärung innerhalb von wenigen Tagen sollte erfolgen, um ggf. rechtzeitig mit einer Behandlung beginnen zu können.
Was bedeutet Tinnitus – und geht der wieder weg?
Tinnitus sind Ohrgeräusche ohne äußere Quelle. Er kann vorübergehend sein oder länger anhalten. Ein über Wochen bestehender oder sehr lauter Tinnitus sollte ärztlich abgeklärt werden.
Warum tut das Ohr weh, obwohl „nichts zu sehen“ ist?
Ohrenschmerzen können auch durch Probleme mit dem Kiefergelenk, Verspannungen oder Entzündungen in angrenzenden Bereichen verursacht werden.
Wie erkenne ich eine Mittelohrentzündung?
Typisch für eine Mittelohrentzündung sind Ohrenschmerzen, Druck, Fieber oder schlechteres Hören, seltener Schwindel – bei Kindern oft auch Unruhe oder schlechter Schlaf.
Wie erkenne ich eine Gehörgangsentzündung?
Häufig tut das Ohr besonders beim Ziehen an der Ohrmuschel oder beim Kauen weh. Manchmal juckt oder nässt es.