Nase

Viele Nasenbeschwerden fühlen sich erst einmal „wie eine Erkältung“ an – und ziehen sich dann länger, als sie sollten.

Vielleicht ist die Nase ständig verstopft, läuft immer wieder oder es entsteht Druck im Gesicht. Einige Betroffene merken auch, dass sie schlechter Luft bekommen, schlechter riechen können oder nachts unruhiger schlafen.

Erhalten Sie einen Überblick darüber, welche Untersuchungen wir bei Beschwerden an Nase und Nasennebenhöhlen durchführen und welche therapeutischen Optionen wir Ihnen anbieten können.

Was leistet unsere Nase?

Die Nase dient nicht nur dem Riechen, sondern spielt auch eine zentrale Rolle bei der Atmung und der Filterung, Befeuchtung und Erwärmung der eingeatmeten Luft.

Sie besteht aus der äußeren Nase und der Nasenhöhle mit Nasenscheidewand und Nasenmuscheln. Mit ihr verbunden sind die Nasennebenhöhlen - luftgefüllte Hohlräume in den Schädelknochen - die unter anderem zur Resonanz der Stimme beitragen.

Was sind häufige Gründe für Nasenbeschwerden?

Häufige Gründe für Beschwerden sind akute oder chronische Nasennebenhöhlenentzündungen (manchmal auch mit Polypenbildung), Allergien, eine verkrümmte Nasenscheidewand oder vergrößerte Nasenmuscheln, die das Atmen erschweren können.

Damit wir sehen, was Ihre Nase braucht

Wir schauen uns Ihre Nase genau an und nutzen dafür passende Untersuchungen – je nach Ihren Symptomen.

Häufig schauen wir mit einem feinen Endoskop in die Nase (Nasenendoskopie), um Schleimhäute, Nasenmuscheln und mögliche Engstellen genau beurteilen zu können.

Wenn der Verdacht auf eine Allergie besteht, können Allergietests zusätzlich weiterhelfen.

In bestimmten Fällen sind auch bildgebende Untersuchungen wie Ultraschall, CT oder MRT sinnvoll – zum Beispiel, wenn die Nasennebenhöhlen genauer beurteilt werden sollen.

Diese Untersuchungen führen wir durch:

  • Untersuchung der inneren Nase und der Nasennebenhöhlen mit starren/flexiblen Endoskopen
  • Ultraschalluntersuchung der Nasennebenhöhlen
  • Abstrichentnahme bei anhaltender Entzündung

Was wir bei Nasenproblemen für Sie tun können

Je nachdem, was hinter Ihren Beschwerden steckt, gibt es verschiedene Möglichkeiten, die Nase wieder frei zu bekommen und die Schleimhäute zu beruhigen. Häufig helfen Medikamente oder lokale Behandlungen, zum Beispiel entzündungshemmende Nasensprays oder antiallergische Maßnahmen.

Wenn die Nase vor allem durch geschwollene Schleimhäute stark verstopft ist, können kurzfristig auch abschwellende Mittel sinnvoll sein – allerdings nur gezielt und für begrenzte Zeit. Wenn eine strukturelle Engstelle ursächlich ist, etwa eine stark verkrümmte Nasenscheidewand oder dauerhaft vergrößerte Nasenmuscheln, kann in manchen Fällen auch ein Eingriff hilfreich sein.

Ziel ist immer, dass Sie wieder besser durchatmen können, weniger Druckgefühl haben und sich im Alltag spürbar entlastet fühlen.

Therapiemöglichkeiten:

  • Lokale oder systemische Behandlung von akuten Entzündungen der Nase/Nasennebenhöhlen
  • Lokale oder systemische Behandlung von Allergien, Riechminderung, verminderter Nasenatmung und chronischen Nasennebenhöhlenentzündungen mit oder ohne Polypenbildung
  • Nachsorge nach Nasen- und/oder Nasennebenhöhlenoperationen
  • Behandlung von schwer stillbarem Nasenbluten

FAQ zur Nase

Ist das noch eine Erkältung oder schon eine Nebenhöhlenentzündung?

Eine Abklärung lohnt sich, wenn die Beschwerden länger anhalten oder immer wiederkehren, Druck im Gesicht, den Augen oder den Oberkieferzähnen dazukommt oder Kopfschmerzen (insebsondere im Stirnbereich) bestehen.

Warum ist meine Nase ständig verstopft, obwohl ich nicht erkältet bin?

Häufige Ursachen sind Allergien, gereizte Schleimhäute oder anatomische Engstellen, zum Beispiel vergrößerte Nasenmuscheln oder eine schiefe Nasenscheidewand. Auch Polypen in der Nase führen zu einer dauerhaft verstopften Nase.

Kann eine krumme Nasenscheidewand Beschwerden machen?

Ja. Sie kann die Nasenatmung behindern und dazu beitragen, dass die Belüftung der Nasennebenhöhlen schlechter ist. Auch häufigeres Nasenbluten kommt vor.

Ist eine Nasenendoskopie unangenehm?

Meist ist eine Nasenendoskopie gut auszuhalten, da die Endoskope sehr dünn sind und der Untersucher sieht wo er "hinfährt". Bei Bedarf kann die Schleimhaut vorher lokal betäubt werden, damit es angenehmer ist.

Darf ich abschwellendes Nasenspray länger nehmen?

Am besten nur kurzzeitig. Bei längerer Anwendung kann es die Schleimhäute zusätzlich reizen und die Abhängigkeit fördern.